Lehrangebot

Weitere, spezifischere Informationen zu BA und MA am Zentrum für Jüdische Studien der Universität Basel finden Sie auch hier. Die jeweils aktuellen Lehrveranstaltungen des Zentrums entnehmen Sie bitte dem Vorlesungsverzeichnis der Universität Basel.

Auf dieser Seite wird auf die allgemeinen Lehrinhalte des BA- und MA-Studiums eingegangen.

Bachelor-Studium: 

Selbstverständnis des Fachs und Schwerpunkte in Basel

Die Jüdischen Studien befassen sich mit Geschichte, Religion und Kultur der Juden und des Judentums. Der Fachbereich Jüdische Studien in Basel lässt sich hierbei einem klar kulturwissenschaftlichen Profil zuordnen, in einer gewissen Abgrenzung zu einer andernorts betriebenen stärker theologisch, religionsdialogisch oder philologisch orientierten Judaistik.
Besonders im Blick auf die Religionsgeschichte werden in Einführungs- und Überblicksveranstaltungen auch das Altertum und das Mittelalter berücksichtigt, der Hauptteil der Lehre konzentriert sich in Basel aber auf das Judentum der Neuzeit und der Moderne.
Der inhaltliche Schwerpunkt im Bachelorstudium liegt darauf, den Studierenden eine breite Kenntnis des Fachs zu vermitteln. Jüdische Studien stehen im 21. Jahrhundert vor der Herausforderung, einem verkürzten Verständnis des Begriffs „Judentum“ entgegenzuarbeiten, ohne den – aus verschiedenen Perspektiven fassbaren – Entitätsanspruch des „Jüdischen“ aus dem Blick zu verlieren.
Dazu bedarf es eines hohen methodischen Differenzierungsvermögens. Dieses Studierenden (letztlich zumindest ansatzweise aber auch einer medial und gesellschaftlich mit dem Judentum befassten Gesellschaft) zu vermitteln, gehört zu den weiteren wichtigen Aufgaben des Faches. Judentum soll als Zuschreibungsform sowohl in seinen traditionellen Rückverweisen als auch in den dynamischen Entwicklungsprozessen, die es in verschiedensten Feldern durchläuft, sichtbar gemacht und analysiert werden.
Ein kontextuell ausgerichtetes Konzept der Jüdischen Studien, das auch die historischen Kontaktzonen zu den (in der Regel majoritären) nichtjüdischen Umgebungen in Betracht zieht, generiert notwendigerweise Berührungspunkte mit einem grossen Teil der geisteswissenschaftlichen Fächer und auch mit etlichen Bereichen des Fachs Theologie. Interdisziplinäre Anschlussfähigkeit und Kompetenz ist deshalb in diesem Fach zwingend.

Allgemeine Studienziele (Learning Outcomes) und Qualifikationen

Die Studierenden erwerben im Verlaufe des Bachelorstudiums sowohl wissenschaftliche als auch soziale Kompetenzen. Als Studienziele gelten:
• die Fähigkeit, allein und in Gruppen zu arbeiten und dazu wichtige theoretische Ansätze und Methoden zu verwenden,
• die Entwicklung bearbeitbarer Fragestellungen und Hypothesen allein und in Gruppen,
• die Gewinnung und das Analysieren von Wissen und Daten aus Quellen (Texten, Bildern, Objekten usw.),
• das Verfassen von schriftlichen Arbeiten,
• mündliche Präsentationen,
• das kritische Reflektieren eigener Positionen, die Verteidigung eigener Erkenntnisse gegenüber Kritik und die begründete Modifizierung von Positionen.

Fachspezifische Studienziele und Qualifikationen

Die Studierenden kennen:
• zentrale religionsgeschichtliche Entwicklungen des Judentums seit der Antike und einige exemplarische Werke oder Texte des biblischen und rabbinischen Judentums,
• historische Ereignisse und Kontexte der Geschichte der Juden in Europa, in Nordamerika und in Israel/Naher Osten in der Neuzeit,
• die Entwicklung der Literatur jüdischer Autorinnen und Autoren in der Neuzeit,
• wichtige Beiträge jüdischer Autorinnen und Autoren zu Fragen des geistigen, politischen und kulturellen Eigenverständnisses der Juden in den Gesellschaften der Neuzeit,
• politische und rechtliche Aspekte von Judenfeindschaft.

Die Studierenden können:
• einfache Texte in einer der jüdischen Sprachen verstehen und mittels hermeneutisch-textkritischer Verfahren schriftliche Zeugnisse des Judentums deuten,
• wechselseitige Prozesse und Konflikte zwischen der jüdischen Minderheit und dem gesamten Ensemble des gesellschaftlichen Mainstreams erkennen und verorten,
• zwischen säkularen, religiösen, nationalen, kulturellen sowie weiteren Definitionen des Judentums in Geschichte und Gegenwart differenzieren,
• den Wandel innerhalb der jüdischen Gemeinschaft durch Zeit und Raum erfassen und theoriegeleitet analysieren.

Master-Studium:

Selbstverständnis des Fachs und Schwerpunkte in Basel

Die Jüdischen Studien befassen sich mit Geschichte, Religion und Kultur der Juden und des Judentums. Der Fachbereich Jüdische Studien in Basel lässt sich hierbei einem klar kulturwissenschaftlichen Profil zuordnen, in einer gewissen Abgrenzung zu einer andernorts betriebenen stärker theologisch, religionsdialogisch oder philologisch orientierten Judaistik.
Der Hauptteil der Lehre und der Forschung konzentriert sich dabei auf das Judentum der Neuzeit und der Moderne. Schwerpunkt des Masterstudiums ist das Vermitteln spezialisierter Kenntnisse im Bereich Jüdische Studien.
Jüdische Studien stehen im 21. Jahrhundert vor der Herausforderung, ein differenziertes Verständnis des Begriffs „Judentum“ zu erarbeiten, ohne den – aus verschiedenen Perspektiven fassbaren – Entitätsanspruch des „Jüdischen“ aus dem Blick zu verlieren. Dazu bedarf es eines hohen methodischen Differenzierungsvermögens. Bereits Bachelorstudierenden ein solches zu vermitteln (und damit letztlich zumindest ansatzweise auch einer medial und gesellschaftlich mit dem Judentum befassten Gesellschaft), gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Faches. Im Masterstudium wird dieses Differenzierungsvermögen vertieft.
Judentum soll als Zuschreibungsform sowohl in seinen traditionellen Rückverweisen als auch in den dynamischen Entwicklungsprozessen, die es in verschiedensten Feldern durchläuft, sichtbar gemacht und analysiert werden. Ein kontextuell ausgerichtetes Konzept der Jüdischen Studien, das auch die historischen Kontaktzonen zu den (in der Regel majoritären) nichtjüdischen Umgebungen in Betracht zieht, generiert notwendigerweise Berührungspunkte mit einem grossen Teil der geisteswissenschaftlichen Fächer und auch mit etlichen Bereichen des Fachs Theologie. Interdisziplinäre Anschlussfähigkeit und Kompetenz ist deshalb in Fach Jüdische Studien zwingend. Jene sind vor allem im Bereich des forschungsorientierten Studiums eine notwendige Voraussetzung.

Studienziele (Learning Outcomes) und Qualifikationen

Die im Bachelorstudium erworbenen wissenschaftlichen und sozialen Kompetenzen bilden die Grundlage für das Masterstudium.
Nach dem Masterstudium der Jüdischen Studien sollen Absolventinnen und Absolventen über ein breit fundiertes und spezialisiertes Wissen über die Geschichte und Kulturgeschichte der Juden und des Judentums verfügen. Methodisch und ideengeschichtlich sollen sie auf der Basis neuester Forschungszugänge die Einordnung von Selbst- und Fremdbildern und des Traditionsverständnisses im Judentum analysieren können. Dabei sollen sie sich auch Bereichen öffnen können, die das Beherrschen jüdischer Gegenwartssprachen (insbesondere Modernhebräisch und Jiddisch) erfordern. Je nach gewähltem Schwerpunkt innerhalb der Jüdischen Studien sollen sie über das methodische und theoretische Instrumentarium verfügen, religionshistorische, historische oder literarische Fragestellungen innerhalb der Jüdischen Studien eigenständig zu bearbeiten und auch vermitteln zu können.
Das Masterstudium führt in diesem Sinne auch zu einer eigenständigen wissenschaftlichen Forschung und kann auf eine Vertiefung des Erlernten im Rahmen eines wissenschaftlichen Projektes und/oder einer Dissertation vorbereiten.

Vorlesungsverzeichnisse

Über aktuelle, vergangene und zukünftige Lehrveranstaltungen gibt das zentrale Vorlesungsverzeichnis der Uni Basel Auskunft. Im zentralen Vorlesungsverzeichnis sind zudem für alle Studiengänge und Studienfächer alle Module aufgeführt, in welchen die Lehrveranstaltungen angerechnet werden können.

Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis

HS 2017 [PDF (953 KB)]

KVV der vergangenen Semester

FS 2017 [PDF (1.0 MB)]

HS 2016 [PDF (1.4 MB)]

FS 2016 [PDF (1.4 MB)]